Das Museum am Odenwaldlimes
Direkt an der B27, Ortsdurchfahrt Neckarburken fällt das schöne Fachwerkgebäude auf, die evangelische Friedenskirche direkt dahinter. In diesem Gebäude, dem ehemaligen Rathaus der früher selbständigen Gemeinde Neckarburken befindet sich das Museum am Odenwaldlimes. Das Museum wird ehrenamtlich durch unseren Verein betreut und widmet sich der Erforschung der römischen Anwesenheit und der Bewahrung und Ausstellung der in Neckarburken gemachten Funde. Bei Führungen in den Außenanlagen und entlang des Odenwaldlimes wird römische Geschichte vermittelt und auch die interessante Geologie des Elztals einbezogen. Auch die beliebten und authentischen Römerfeste tragen zum Verständnis der Anwesenheit der Römer, ihren Strukturen und Lebensweisen bei.
Das Museum wurde 2018 grundlegend umgestaltet, dank Fördermitteln von Leader Regionalentwicklung Neckartal-Odenwald e.V. und zahlreichen Sponsoren.

Zu sehen gibt es unter anderem:
Jupiter: Im Numeruskastell wurde von Archäologen die fast vollständig erhaltene Darstellung des auf dem Pferd reitenden Jupiter, der einen Giganten niederreitet, geborgen und wird im Museum gezeigt. Die Skulptur krönte einst eine hohe Jupitersäule und wurde in der Nachnutzung des Kleinkastells als landwirtschaftlicher Gutshof, vom Eigentümer erstellt.

Militärdiplom: Dort wurde auch in einem Keller das Diplom gefunden, auf dem ein Soldat in Neckarburken am Ende seiner 25 Jahre Militärdienst 134 n. Chr. von Kaiser Hadrian das römische Bürgerrecht verliehen bekam. Ein weiterer Hinweis auf die Weiternutzung der Kastellanlage für die Landwirtschaft, die der neue Staatsbürger betrieb.

Inschriftentafel: Am Westtor des Numeruskastell war eine 3,20 Meter breite Tafel angebracht, die zerbrochen, aber gut erhalten geborgen wurde. Auf ihr ist die Einheit NUMERUS BRITTONUM zu lesen sowie die älteste Benennung des Gebiets um den Bach Elz, der den Ort durchfließt: ELANTIENSIUM. Salopp: Die Engländer an der Elz.

Zahlreiche Informationstafeln und Grafiken erklären die Anwesenheit der Römer in Neckarburken und am Odenwaldlimes. In Vitrinen sind weitere Funde aus Neckarburken ausgestellt.


